„Ich bin der Wahrheit verpflichtet,
wie ich sie jeden Tag erkenne,
und nicht der Beständigkeit.“

Mahatma Gandhi

Die agile und innovative Data-Driven New Work-Company!


1. Dezember 2017

Rückblick auf den 4. Business Intelligence Stammtisch Düsseldorf.

Wer die Wirtschaftspresse und die aktuellen Wirtschaftssachbücher liest, kann schnell den Eindruck gewinnen, dass nur noch agile, innovative und datengetriebene Unternehmen die Digitalisierung und Industrie 4.0 überleben. Festgelegte Strukturen, Hierarchien, undurchsichtige Befehlsfolgen – das alles ist von gestern und wer sie nicht schleunigst abschafft, ist dem Untergang geweiht.

Im 4. Business Intelligence Stammtisch Düsseldorf gingen wir der Frage nach, ob die neuen Ansätze das halten, was sie versprechen, welche Probleme sich damit tatsächlich lösen lassen und welche Konsequenzen sich für Mitarbeiter und Führungskräfte ergeben.


Die Referenten Frank Hendricks und Marcel Caspar gaben in ihrem Impuls-Vortrag zunächst einen Überblick über die Erfolgsfaktoren für Unternehmen.
Demnach können sich Unternehmen heute nur dann am Markt behaupten,
wenn sie ...
... exzellent ausgebildete Mitarbeiter anziehen und halten
... Investoren überzeugen und alternative Finanzierungsmöglichkeiten nutzen
... moderne Technologien einsetzen und entwickeln
... immer kostengünstigere und ressourcenschonendere Prozesse gestalten
... permanent neue und ergänzende Leistungen, Angebote und Geschäftsmodelle entwickeln.

Vor dem Hintergrund dieses Handlungsdrucks verorteten und kategorisierten Marcel Caspar und Frank Hendricks die modernen Ansätze:

Agil:
Dieser Begriff geht auf die Agile Softwareentwicklung zurück, die seit Anfang der 1990er-Jahre mit selbstorganisierenden Teams sowie iterativen und inkrementellen Vorgehensweisen Softwareentwicklung schlanker, schneller und kundenorientierter machen wollte. Erst um 2015–2016 fanden die Prinzipien der Agilen Softwareentwicklung Eingang in die Management-Literatur. Mit Agilem Management ist entsprechend die produktive Interaktion von Menschen in einem Projekt-Kontext gemeint. Kundenzufriedenheit, teamübergreifende Kooperation, Stärkung des Individuums in sich selbst organisierenden und optimierenden Teams und der Qualität der Ergebnisse haben höchste Priorität.

Innovativ:
Innovationen sind zum einen Erfindungen und neue Entwicklungen, die Kundenbedarfe entweder wecken oder auf verbesserte Art und Weise decken. Zum anderen sind damit die kontinuierlichen Veränderungsprozesse gemeint, die Unternehmen durchlaufen, um sich an neue Gegebenheiten anzupassen.

Datengetrieben:
Auf der Basis valider, umfassender Zahlen zu den operativen und strategischen Zuständen des Unternehmens sowie der Märkte kann das Management Entscheidungen treffen. Wenn aus den Daten zukünftige Szenarien gebildet werden können und Algorithmen diese bewerten, dann kann das bis zur vollständigen Automatisierung von Entscheidungs-Prozessen führen und die gesamte untere und mittlere Führungsebene ihrer Verantwortung entheben.

New Work:
Durch die digitale Revolution verändert sich die Arbeit. Digitale Unternehmen leben flache Hierarchien vor, übertragen Mitarbeitern mehr Verantwortung und stärken ihre Eigeninitiative. Vernetzung und Austausch prägen die junge Generation. Zunehmend emanzipiert sich der Mensch in seinem Verhältnis zur Arbeit. Die Menschen wünschen sich von den Unternehmen, für die sie arbeiten, mehr Freiheit, mehr Selbstständigkeit und mehr Teilhabe an der Gemeinschaft. Arbeit soll zur Entfaltung der Persönlichkeit führen bzw. diese zulassen.


Im 2. Teil des BI-Stammtisches – wie üblich als „Lean Coffee“ gestaltet, ein agiles, offenes Format für den kollegialen Austausch – vertieften die anwesenden Teilnehmer die im Impuls-Vortrag aufgeworfenen Aspekte und Fragen und kamen zu folgenden Einschätzungen:

  • Die aufgezeigten Vorteile der Ansätze Agilität, Innovation, New Work und Data Driven liegen auf der Hand und wenn sie die Arbeitskultur der Unternehmen prägen, kann ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil entstehen.
  • Gleichzeitig wurden die Ansätze aber auch kritisch hinterfragt, vor allem im Hinblick auf die Persönlichkeitsstrukturen der Mitarbeiter, denn in allen Unternehmen gibt es neben den sog. Veränderern auch stets Bewahrer, für die Veränderungen schwierig sind.
  • Die grundlegende Voraussetzung für einen erfolgreichen Wandel in den Organisationen ist dabei u.a. der Wechsel von einer Fehler- zu einer Lernkultur und Diversität wird von den Teilnehmern als ausschlaggebender Treiber für Innovation angesehen.

Fazit: 
Auch wenn die Ansätze Agilität, Innovation, New Work und Data Driven häufig als Trends angesehen werden, sind sie aus Sicht der Stammtisch-Teilnehmer zukunftsweisend und erfolgversprechend. Jedoch sollte eine kritische Auseinandersetzung nicht fehlen.


Falls Sie Fragen oder Anmerkungen zum Thema haben, melden Sie sich gerne bei uns  info@hrcie.com
Und notieren Sie sich gleich den voraussichtlichen Termin unseres nächsten Stammtisches am 22. Februar 2018 und freuen Sie sich auf einen interessanten Austausch.
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