Kostenverteilung:

Systemarchitektur
unter DORA

Wird Transparenz in der Kostenverteilung prüfbar eingefordert, verändert sich der Maßstab. Die zugrunde liegende Logik muss nachvollziehbar, reproduzierbar und technisch beherrschbar bleiben. An diesem Punkt geraten viele gewachsene Lösungen an ihre Grenzen.

Früher war Wissen verteilt

Heute gehört das Wissen ins System. Kosten so zu verteilen, dass keine Querfinanzierungen zwischen Gesellschaften, Funktionsbereichen oder Tarifen entstehen, ist Versicherungsstandard. Neu ist die Erwartung, die Logik dahinter dauerhaft, transparent, dokumentiert und reproduzierbar abzubilden. Fachlichkeit, Technologie und Governance lassen sich nicht länger getrennt betrachten.

Wie lässt sich gewachsene Expertise in eine Systemarchitektur überführen, die Transparenz schafft, ohne die Komplexität künstlich zu vereinfachen?

DORA als Ordnungsrahmen

DORA verändert die Anforderungen an hochkomplexe, fachliche Prozesse. Im Fokus moderner Kostenverteilungsmodelle stehen nicht nur Ergebnisse, sondern auch die Architektur dahinter. Entscheidend:

  • eine vollständig nachvollziehbare Zuordnung von Kosten entlang fachlicher Strukturen
  • ein zentrales, gesichertes System mit klarer Betriebs- und Berechtigungskonzeption
  • die Ablösung personenbezogener Wissensinseln
  • die Integration in bestehende IT-Landschaften ohne Transparenzverluste

Praxisbeispiel

Funktionales Rechenmodell

Grundsätzlich lässt sich die Kostenverteilung auch im ERP-Standard abbilden. In komplexen Organisationen und bei hoher fachlicher Detailtiefe stoßen klassische Logiken jedoch schnell an Grenzen. Eigenständige Rechenmodelle, die komplexe Verteilungslogiken transparent und nachvollziehbar abbilden, können eine sinnvolle Ergänzung zu Ihrer Systemlandschaft darstellen.

Geschieht dies auf Basis von IBM Planning Analytics (TM1), ist die Entwicklung eines individuellen, mehrstufigen Kostenverteilungsmodels möglich. Ein eigenständiger Rechenkern, der exakt auf Ihre fachlichen Anforderungen der Kostenlogik zugeschnitten ist. Die mögliche Architektur umfasst:

  • ein mehrstufiges Verteilungsmodell mit klar definierten Rechenlogiken
  • eigene Parameter- und Support-Cubes je Verteilungsstufe
  • vollständige Transparenz über jede einzelne Verteilungslogik
  • und die direkte Anbindung an SAP S/4HANA als führendes Buchungssystem

Dabei ergänzt TM1 die bestehende Systemwelt um eine hochperformante Rechen- und Analyseebene, in der Ergebnisse nicht nur aggregiert, sondern in ihrer fachlichen Herkunft nachvollziehbar bleiben.

HRCIE ist offizieller IBM Gold Partner

Komplexität mit TM1 beherrschbar gestalten

SAP S/4HANA ist Ihr führendes System für Primärdaten und Buchungen? Die eigentliche Kostenverteilung kann beispielsweise mit Planning Analytics (TM1) als Rechenkern erfolgen, wo komplexe Zusammenhänge zwischen Kostenstellen, Kostenarten, Funktionen und weiteren fachlichen Dimensionen transparent aufgelöst werden.

Diese Lösung lässt sich funktional über mehrere Verteilungsstufen aufbauen. Jede Stufe ermöglicht eigene Support-Strukturen, in denen Definitionen, Schlüssel und Berechnungen abgelegt sind. Eine zentrale Stufendimension kann dabei dafür sorgen, dass jederzeit sichtbar ist

  • wo eine Abweichung entsteht
  • welche Logik betroffen ist
  • wie Ergebnisse zusammenhängen

Fehler lassen sich eingrenzen, ohne den gesamten Prozess neu aufzusetzen. Korrekturen erfolgen unmittelbar im System. Neuberechnungen laufen automatisch. Das erhöht nicht nur die Geschwindigkeit, sondern vor allem die Stabilität des Gesamtprozesses.

Kostenverteilung endet nicht bei Regulatorik

Häufig wird die verursachungsgerechte Kostenverteilung primär als regulatorische Pflicht verstanden. Doch die eigentliche Wirkung entsteht an anderer Stelle: in der Steuerungsfähigkeit Ihrer Sparten, Funktionen und Ergebnisse.

Wo Planning
Analytics wirkt

Die Stärke eines solchen TM1-Modells liegt nicht allein in schnelleren Berechnungen oder geringeren manuellen Aufwänden. Sie liegt in ihrer Nachvollziehbarkeit. Verteilungslogiken werden dokumentiert, Änderungen bleiben reproduzierbar. Fachliche Zusammenhänge lassen sich transparent analysieren und prüfen. Nachhaltiger Umgang mit Wissen wird möglich: Früher war es verteilt. Heute ist es im System verankert. Eine Architektur, die auch unter regulatorischen Anforderungen beherrschbar bleibt.

Keine weitere Software-Insel

Mehr Transparenz, Steuerung und Governance, mit einer systemisch aufgebauten Kostenverteilung in Planning Analytics (TM1):

  • regulatorisch belastbare und prüfungssichere Prozesse
  • Transparenz über alle relevanten Ebenen der Verteilung
  • deutlich reduzierte manuelle Aufwände
  • geringere Risiken durch Wissenskonzentration
  • Ergebnisse in Sekunden statt Tagen

Die Dokumentation der Verteilungslogiken wird dabei integraler Bestandteil des Systems selbst. Eine belastbare Steuerungsarchitektur, in Ihrer bestehenden Systemlandschaft.

Zusammenfassung

Kostenverteilung und Systemarchitekturunter DORA
Versicherungen stehen vor der Herausforderung, Kostenverteilungen nicht nur korrekt abzubilden, sondern auch nachvollziehbar, reproduzierbar und prüfungssicher zu gestalten. Mit steigenden regulatorischen Anforderungen rückt die Architektur hinter den Modellen zunehmend in den Fokus.

Zentral ist die Erkenntnis, dass nicht die Berechnung der eigentliche Engpass ist. Es mangelt an Fähigkeit, komplexe Verteilungslogiken transparent abzubilden, flexibel anzupassen und langfristig beherrschbar zu halten.

Wie beherrschbar ist Ihre Kostenlogik?

Sie verfügen über stabile Kernsysteme und haben ein Team mit hoher fachlicher Expertise. Wir übersetzen Ihre komplexe Fachlogik in eine nachvollziehbare und resiliente Architektur.

Zur besseren Lesbarkeit verwenden wir teilweise verkürzte Personenbezeichnungen. Selbstverständlich sind damit Menschen aller Geschlechter (m/w/d) gleichermaßen gemeint.