„Ich bin der Wahrheit verpflichtet,
wie ich sie jeden Tag erkenne,
und nicht der Beständigkeit.“

Mahatma Gandhi

Big Data: Vom Hype in die Krise oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben.

26. April 2018

Rückblick auf den 6. BI Stammtisch Düsseldorf.

Unternehmen sammeln weltweit Daten in immer größeren Mengen. Aus den Daten gewinnen wir dann Informationen, aus den Informationen generieren wir Wissen. Den Wert der Daten bestimmen die Menschen, die wissen, was man mit dem daraus gewonnenen Wissen anfängt. Zum Beispiel Wahlen und Abstimmungen manipulieren, Kaufentscheidungen beeinflussen oder intimste Informationen zu unserer Gesundheit auswerten.

Wie der aktuelle Skandal um Facebook, die Deutsche Post und andere Unternehmen zeigt, steigt mit der Datenhoheit auch die Verantwortung. Längst reagieren Datenschützer höchst sensibel auf die missbräuchliche Verwendung personenbezogener Daten. Wie können wir internationale Datenkraken und ihre Algorithmen kontrollieren? Und wie können wir diese Technologien sinnvoll nutzen?

Beim 6. Business Intelligence Stammtisch gingen wir diesen und anderen Fragen nach. Wir wollten aufzeigen, wie Predictive Analytics, Data Mining und Machine Learning hier mit Heilsversprechen aufwarten. Aber können Computer oder Algorithmen Entscheidungen tatsächlich schneller und besser treffen als Menschen? Wo gelingt dies und wo liegen die Schwächen der Maschinen? Und welche Rolle spielt das Information Demand Management dabei?



Der Impulsvortrag …

Christoph Hein, Unternehmensberater bei HENDRICKS, ROST & CIE., beleuchtete in seinem Impulsvortrag zunächst kritisch, wie weitreichend der Einfluss von Facebook, Google und Co. heutzutage ist. Algorithmen entscheiden auf Basis des zur Verfügung stehenden Informationsangebots in welcher Weise die Daten eingesetzt und genutzt werden. Wenn die Daten und Algorithmen aber nicht objektiv sind, kann auch die darauf gestützte Entscheidung nicht positiv sein. Facebook ermöglicht werbetreibenden Unternehmen z.B. ihre Zielgruppen nach Hautfarbe zu clustern.

Gleichzeitig stellte Christoph Hein natürlich auch zahlreiche positive Effekte von Big Data vor, wie z.B. die Einsparung bei UPS von 147 Mio. Liter Kraftstoff und 364 Mio. Auslieferungs-Meilen, seit das Unternehmen in 2001 begann Kunden- und Prozessinformationen zielführend auszuwerten.



… und die Diskussionsergebnisse

Im Anschluss an den Vortrag wurden die Chancen und Risiken von Big Data weiter diskutiert.

Information Demand Management wurde von den Teilnehmern als gute Möglichkeit identifiziert, um aus wachsenden Datenmengen relevante Informationen zu extrahieren. Predictive Maintenance, der vorausschauende Ansatz zur proaktiven Wartung von Maschinen und Anlagen, um Ausfallzeiten zu reduzieren oder auch die Streckenoptimierung bei Zustellungsdiensten wurden zur wertschöpfenden Nutzung großer Datenbestände herausgestellt und beleuchtet.

Mahnend wurde darauf hingewiesen, dass unsere nachfolgenden Generationen durch Schule und Ausbildung nur unzureichend auf die vielfältigen Herausforderungen der Digitalisierung vorbereitet werden. Gleichzeitig werde das erarbeitete Wissen der älteren Generationen im IT-Umfeld nahezu wertlos.

Wie die Digitalisierung weiter vorangetrieben und gesteuert wird, ist und bleibt weiter eines der spannensten Themen unserer Zeit.


Falls Sie Fragen oder Anmerkungen zum Thema haben, melden Sie sich gerne bei uns  info@hrcie.com
Und notieren Sie sich gleich den voraussichtlichen Termin unseres nächsten Stammtisches am 28. Juni 2018 und freuen Sie sich auf einen interessanten Austausch.
Hier
können Sie sich gerne für den nächsten BI-Stammtisch anmelden oder treten Sie einfach unserer XING-Gruppe bei.